Lektorat ‚Ja‘ oder ‚Nein‘

Brauche ich ein Lektorat oder nicht. Jeder Schriftsteller der ein Buch veröffentlichen will, steht irgendwann vor dieser Frage. Diese Frage habe ich auf Instagram in einen Beitrag gestellt. Ausgangsgedanken waren für mich:

Das Lektorat kostet Geld. 

Ca. 4 – 6€ pro Normseite. Wir reden also von einer vierstelligen Zahl. Nicht viel für den Lektor. Aber viel für den Schriftsteller mit ungewissen Ausgang. Viel für einen Debütroman. Viel für jemanden, der noch kein Geld mit seinen Büchern verdient hat, und nicht weiß, ob er das investierte Geld auch wieder einbringt. Schnell kann dann aus „Ich schreibe ein Buch“ eine Schuldenfalle werden.  

Oder gut investiertes Geld, weil das Buch doppelt soviel einbringt als ohne.

Woher weiß ich, das der Lektor mein Buch besser macht, und damit sein Geld wert ist?

Was bekomme ich für mein Geld? Eine Geschichte die ich dank nachvollziehbarer Kommentare und Anmerkungen verbessern kann? Schwächen und Stärken aufgezeigt bekommen, Stellen, die Fehler haben. Plotlöcher und Plotberge werden gefunden Charaktere werden auf Herz und Niere geprüft, und und und Das wäre das Optimum.   

Schlecht, wenn ich einen Text zurück bekomme, der kaum kommentiert wurde, wenig Anmerkungen enthält, oder wenige die hilfreich sind. Mein Schreibstil wurde verändert. Oder sogar nur Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung korrigiert. Das ist nämlich das Korrektorat und kostet erheblich weniger (ist aber nicht weniger wichtig.)

Was also machen?

Riskieren und ohne Lektorat veröffentlichen? 

Oder riskieren und mit Lektorat veröffentlichen?

Fakt ist, die meisten empfehlen ein Lektorat. Warum?

  • Ein Lektor leistet viel mehr als Testleser
  • Ein Lektor findet mehr, als Testleser es je könnten (weil Lektor  =Profi Testleser = Laie)
  • Vor allem für einen Debütroman ist es wichtig einen Profi ans Werk zu lassen, der Anfängerfehler ausmerzt

Wo findet man einen Lektor?

  • Googlesuche
  • Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren (VFLL) https://www.vfll.de
  • Instagram
  • Facebook
  • Schaue in Bücher, welcher Lektor dort erwähnt wird.
  • Empfehlungen von anderen Autoren

Worauf solltest du bei der Suche nach einem Lektorat achten:

  • Frage nach Referenzen (so erhältst du einen Überblick was geleistet wurde und welche Erfahrungen der Lektor besitzt)
  • Ich brauche immer einen konkreten Preis. Alles andere funktioniert für mich nicht. Wo kein Preis steht, gehe ich davon aus, dass es sehr teuer wird (in allen Dingen) 
  • Schaue, das die Lektoren ein Probetext annehmen (ca. 5 – 10 Seiten). Du kannst die Probetexte vergleichen und dann entscheiden, welcher Lektor dein gesamtes Manuskript lektorieren.
    • Ich werde mir ca. 3 – 5 Lektoren suchen, ihnen ein Probetext schicken und dann entscheiden.
  • Wie oft liest der Lektor dein Manuskript durch? 2 mal sollten mindestens drin sein.
    • Wenn du möchtest, frage nach, ob du zwischen den Durchläufen den Text zurück bekommst, um die ersten Anmerkungen einzuarbeiten (ich habe sogar parallel mit meiner Lektorin gearbeitet)

Du hast dich entschieden, ein Lektorat durchführen zu lassen?

Was ist zu tun?

Vor dem Lektorat:

  1. Du hast ein fertiges Manuskript.
  2. Überarbeitet
  3. Du hast dein Manuskript von Testlesern durchsehen lassen
  4. Feedback der Testleser eingearbeitet
  5. Dein Manuskript geht ins Lektorat

Nach dem Lektorat:

  • Feedback einarbeiten, überarbeiten und bearbeiten
  • Jetzt kommt das Korrektorat, wo die Empfehlung lautet, dieses von einer zweiten Person durchführen zu lassen (auch der Lektor kann „betriebsblind“ werden – ich habe es dennoch von meiner Lektorin durchführen lassen, wir haben uns auf eine Pause zwischen Lektorat und Korrektorat geeinigt.

Nun steht einer Veröffentlichung nichts mehr im Wege… Covergestaltung und Formatierung natürlich vorher nicht vergessen

Du hast wenig Geld und siehst keine Chance dir ein Lektorat zu leisten:

Tipps die ich bisher gefunden habe, um ein Lektorat günstiger zu gestalten 

  • Nur einen Teil lektorieren lassen, um dann die Anmerkungen eigenständig auf das gesamte Manuskript anzuwenden. 
  • Testleser gut auswählen, am besten darunter Autoren, die Bücher veröffentlicht haben, Leser, die Erfahrungen haben im lektorieren, etc., um sich den Lektor zu sparen.
  • Schreibratgeber und Programme, die einem helfen seinen Text selbst zu lektorieren
  • Lektoren abseits des Mainstream finden, z.B. auf FB, die günstiger sind als die großen, bekannten Lektoren
  • Den Lektor in Raten zahlen
  • (Germanistik-)Studenten um Hilfe bitten, die sich vllt in dem Bereich selbstständig machen wollen und das Lektorat vergünstigt anbieten, um Referenzen zu sammeln.

Mein Januar 2020

Der erste Monat vom neuen Jahr ist vergangen. Zeit, ihn Revue passieren zu lassen … .

Wie weit ist EVA – Wer ist MARTHA – Was läuft nicht nach Plan – Warum waren Dinosaurier bei mir zu Besuch – Was macht das Schreiben noch mit mir – Wozu Blog und Blogger – Rückblicke und Ausblicke aus einem bewegten Januar

MARTHA

Anfang Januar habe ich Eva ins Korrektorat geschickt und mich dem zweiten Teil meiner Selvia Reihe gewidmet. 

Ich darf vorstellen: Martha. Rebellin der ersten Stunde. 

Mehr über sie, erfahrt ihr in den folgenden Monaten. 

VOLLER BLOG VORRAUS…

Außerdem habe ich mir viele Gedanken um die Veröffentlichung von EVA Herrschaft gemacht und mich erneut mit dem Thema Marketing beschäftigt. Instagram macht mir Spaß, auf Facebook finde ich die Gruppen toll… doch mein Blog ist im letzten Jahr erheblich zu kurz gekommen. Obwohl hier mein Business-Home ist. Meine Base. 

Hier kann ich mehr Worte als in der wundervollen Social Media World verlieren. Daher ist 2020 mein Ziel von hier aus mehr zu agieren. Meine Seiten schriebsal.de und szmania.org ergänzen sich dabei.  Während du auf meinem Autoren BLOG alles rund um meine Bücher findest, ist schriebsal.de meine Plattform, wo ich mich auslassen werde. Rezensionen von Büchern (meist Selfpublisher), meine Lyrik in Fetzen sowie meine Gedanken wie diese hier. 

MÄRCHENSELVIA

Meine Challenge #märchenselvia sowie die Artchallenge #jajanuar hat im ersten Monat von 2020 den Feed meiner Accounts auf Instagram und Facebook bestimmt. Viele neue Follower habe ich gefunden und vielleicht findet der eine oder andere auch den Weg hierher. Auf Szmania.org könnt ihr meine Beiträge abonnieren, um auf den Laufenden zu bleiben. Es erwarten euch exklusive Kurzgeschichten, allerlei Kurioses aus meinem Schriftstellerleben und natürlich erfahrt ihr dort als erstes alle wichtigen Neuigkeiten über meine Bücher.

COMING SOON

Frisch aus dem Korrektorat, steht EVA im Februar wieder im Mittelpunkt und ich darf mich an eine erneute Überarbeitung machen. Danach steht der allseits gefürchtete Buchsatz an. Ich bin gespannt, ob ich ihn tatsächlich über- oder unterschätze🙈 …

Leider sieht es so aus, das man nicht auf den Termin genau eine Veröffentlichung bei BOD (da soll das Hardcover erscheinen) und Amazon (Taschenbuch und ebook) planen kann…. es wird also alles ein bißchen surprise!!!! 

Den Veröffentlichungstermin habe ich daher auf Ende Februar/ Anfang März gesetzt… Vergesst es nicht in euren Kalender einzutragen 🙂 und haltet Ausschau… hier, auf Insta, Facebook und Amazon.

  BLOGGERTEAM

Zum Glück ist mein Bloggerteam sehr verständnisvoll. Auf mittlerweile 18 Leute gewachsen, unterstützen mich tolle Bookstagrammer zwischen 14 und Ü40 Jahren. Wow. Ich bin einfach nur beeindruckt und mega dankbar.

Sie werden die ersten sein, die mein Buch bekommen und ich bin schon jetzt soooo gespannt wie es ihnen gefällt.

Dennoch ist diese Zusammenarbeit auch etwas wobei ich viel lernen muss. Erstens meine Erwartungen deutlich am Anfang machen, mir überlegen wieviele Blogger ich Rezensionsexemplare verschicken will, und wie ich mit Bloggern umgehe bei denen die Zusammenarbeit nicht so läuft, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich kann nicht besonders gut absagen und nicht besonders gut rausschmeißen. Wie macht man das höflich und liebevoll? Habt ihr Tipps? Oder ärgert ihr euch einfach nur leise und lasst es laufen? Vielleicht sind meine Erwartungen zu hoch? Ich denke, das ist ein extra Beitrag wert.

Das oben genannte betrifft in keinster Weise irgendjemanden aus meinem Bloggerteam … all diese wunderbaren Menschen kann ich nur von Herzen empfehlen!!!

YOUNG BOOKSTAGRAM

Um mich meiner Zielgruppe der Jugendlichen ab 14 Jahren anzunähern, habe ich eine Umfrage gestartet und wirklich viele haben sich die Zeit genommen und die Fragen beantwortet. Die Ergebnisse sind mega interessant… ihr dürft gespannt sein.  

Alle die gerne Jugendbücher lesen, sind herzlich eingeladen dran teilnehmen.

ROARR

Auch abseits meines schriftstellerischen Daseins gab es einige Höhepunkte im Januar. Einer davon war der Geburtstag meines Sohnes. 8 Jahre alt und wer mich kennt, weiß, das bei uns ein Geburtstag immer ganz groß gefeiert wird. Zum dritten Mal hat sich mein Sohn einen Dinosaurier- Geburtstag gewünscht. Und diesen kann man nur mit drei Wörtern beschreiben… laut und wild. 

SCHREIBEN ALS THERAPIE

Nach langer Krankheitszeit habe ich wieder in meinem Brotjob angefangen. Während das Schreiben mich letztes Jahr aus meiner Depression geholt hat, wird es weiterhin ein gesunder Ausgleich zu meiner Arbeit als Pädagogin sein. Welches mich daran erinnert, das meine Fantasie und Kreativität einen wichtigen Beitrag leisten, um mich von meinen Ängsten zu befreien, indem ich meine Gedanken neu erschaffe. Mithilfe einer Therapie, dem Schreiben und das Erlernen von Meditation ist mein Ziel 2020 wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Bist du deinem Ziel schon ein Stück näher gekommen?

Ich grüße euch herzlich!

Eure Franziska 

Good Bye 2019. Hello 2020

Von Vorsätzen, Aufgaben und Zielen. Mein Weg aus der Depression, dem Traum vom schreiben leben zu können und das Kind in mir zu umarmen.

Willkommen 2020.

Abgesehen vom Streit, ob 2020 schon der Beginn des neuen Jahrzehnt ist oder dieses erst nächstes Jahr 2021 beginnt, ist 2020 ein besonderes Jahr. 

Das Mondjahr

Tschüß 2019.

2019 hat mir eine Menge Aufgaben beschert, mich in meine Depression zurück geschubst und mir dabei zugeschaut wie ich mühevoll wieder aus ihr herausfand. Vorsätze waren auf einmal nicht mehr relevant. Ziele wurden neu gesetzt und Prioritäten neu formuliert. Doch wie sagt man so schön Neues Jahr neues Glück.

Aufgaben Ziele Vorsätze 2019 2020 Depression Ängste

Vorsätze

Ende Januar des neuen Jahres zeigt sich oft schon, welche Vorsätze von Silvester umgesetzt werden und welche bereits wieder vergessen sind, um am 31.12 erneut aus der Versenkung geholt zu werden. Auch eine Art Tradition.

Ich habe diesmal keine Vorsätze, mir genügen die Aufgaben, die mir das Jahr 2019 gestellt hat und ich möchte mein Ziel vom Schreiben leben zu können einen großen Schritt näher kommen.

Email an dein zukünftiges Ich

Auf https://www.futureme.orgkann man sich eine E-Mail an das zukünftige Ich schreiben. Eine super Sache, um zum Beispiel Silvester sein Jahr und seine Vorhaben Revue passieren zu lassen. Lust es auszuprobieren? 

2020 – Das Fundament für deine Zukunft

Denn 2020 bietet viel Kraft und Energie sein Fundament aufzubauen, auf dem wir in Zukunft stehen wollen. 2019 hat alte Wunden aufgebrochen, unser Innerstes freigelegt und uns mächtige Stürme entgegen geweht. Verletzlich und entblößt lädt 2020 ein, unsere Zukunft zu kreieren. Entscheidungen und Handlungen, die wir 2020 treffen, sind bedeutsam und wichtig für alles weitere, was kommt. Frage dich, was dir am Herzen liegt. Welche Themen begleiten dich schon seit Jahren und welche dürfen 2020 zu einem Abschluss finden?

Mein 2020

Bei mir steht weiterhin im Focus das Schreiben. Hier habe ich viele kleine und große Ziele, die ich 2020 erreichen möchte. Angefangen von der Veröffentlichung meines Buches EVA Herrschaft Ende Februar/ Anfang März, bis hin zum Schreiben des zweiten Teiles Martha. Statt Instagram und Co werde ich meinem Blog mehr Aufmerksamkeit widmen und das 10 Finger Schreiben lernen. 

Aber ich muss mich auch wieder mehr um mich kümmern, gesund werden, lernen mich abzugrenzen ohne mich abzuschotten, meine Angst anerkennen und das innere Kind in mir liebevoll umarmen.  Meine Depression annehmen.

Meine Aufgaben

Etwas was mir schwer fällt. Das Kind in mir hat große Angst. Und wann immer mein Leben nicht den Tagesplan folgt, übernimmt es die Kontrolle. Eine Kontrolle, die in Angst und Panik endet. Das macht mich sauer und ärgerlich und ich schimpfe. Mit mir selbst. Aber das ist hilft nicht. Stattdessen muss ich lernen diese Angst anzuerkennen und anzunehmen und freundlich aber bestimmt, die Kontrolle wieder zu übernehmen. Das Kind in Sicherheit und Liebe baden. 

Eine Therapie hilft mir dabei. Der langsame Einstieg in meinen Brotjob unterstützt mich darin mit meiner Hochsensibilität unter Menschen und in stressigen Situationen bestehen zu lernen. Schritt für Schritt in eine Zukunft zu gehen, die ich gestalte, so wie ich bin und nicht in dem ich mich verbiege und anpasse. Dieses Modell habe ich jahrelang gelebt und zweimal musste ich krank werden, um zulernen, das ich wachsen muss, nicht die anderen sich verändern. Das die Trauer und Wut in mir berechtigt sind, aber es an mir liegt diesen Gefühlen den richtigen Ort zu geben und nicht als Angst an die Oberfläche zu dringen. Sondern als das, was sie sind. Gefühle, die ich unterdrücke. Weil sie anstrengend sind. 

2019 war ein Jahr, wo sich mein Päckchen geöffnet hat und nicht mehr hat schließen. Die Dinge, die nun offen vor mir liegen, lassen sich nicht ohne Verluste verstecken Sie wollen gesehen werden. Denn sie sind ein Teil von mir. Solange ich diese nicht anerkenne, kenne ich mich nicht selbst. Ich habe Depressionen. Sie sind ein Teil von mir. Aber sie sind nicht alles.

Themen, die daher auch auf diesen Blog einziehen werden. 

Deine Aufgaben?

Welche Aufgaben haben sich dir, 2019 gezeigt und warten nun, im Jahr 2020, darauf bewältigt zu werden? Welche Gefühle brodeln in dir? Lass sie raus, ehe sie dich überwältigen.

Herzlich,

Deine Franziska

Marketing für Autoren

Präsent sein auf Social Media

Für euer Marketing ist es wichtig im Internet online sichtbar zu sein. Schöpft dafür alle Möglichkeiten aus, die ihr finden könnt. Nicht nur die Plattform wo ihr euch wohlfühlt, sondern seid präsent wo sich eure Leser befinden.

=> Triff deine Leser dort, wo sie zu finden sind. <=

Beispiele:

Facebook

Instagram

Twitter (Künstler und Literaturverlage)

Youtube (wer gerne Videos dreht)

Snapchat/ Tim Tom (vor allem junge Leute)

Blog/Website

Jede Option gewinnt für dich andere Leser, ein anderes Publikum!!!! Am wichtigsten sind jedoch Instagram, Facebook und eine eigene Webseite!!!!

Die Algorithmen von Facebook und Instagram lieben es, wenn du alles nutzt. Also Feed, Kommentare, Teilen, Verlinken, Markieren, Story und Video (z.B. IGTV). Das erhöht deine Reichweite.

FACEBOOK 

Auf Facebook gibt es die tolle Möglichkeit eine Autorenseite anzulegen. Unbedingt machen, um  leicht gefunden zu werden und übersichtlich Informationen zu eurem Buch posten zu können. 

Außerdem finden dort viele Vernetzungsaktionen statt. Blogger geben einem die Möglichkeit sich und seine Seite bzw. Buch unter einem Beitrag vorzustellen.

Wie findet ihr Leser?

  • Freunde einladen, eurer Seite zu folgen.
  • Anderen Seiten folgen und mit ihnen in Kontakt treten
  • Die meisten werden euch zurückfolgen und deren Fans werden ebenfalls auf euch aufmerksam
  • In Facebook Gruppen aktiv werden, dort auf eure Seite aufmerksam machen
  • In anderen Netzwerken auf eure Facebook-Seite verweisen
  • Ihr habt die Möglichkeit bezahlte Werbung zu machen

Wer ist bereits alles auf Facebook? Ihr findet mich dort unter @schriebsal. Ich freue mich wenn ihr auf meiner Autorenseite ein Like dalässt. 

INSTAGRAM 

Auf Instagram habe ich eine große Community gefunden, viel Hilfe und Motivation! Das war für mich wie eine neue Welt.  

Die meisten von euch wissen bereits gut mit Instagram umzugehen: 

Dennoch hier noch mal einige Tipps als Wiederholung: 

  • Auf Instagram ist es zu empfehlen das Konto zu einem Unternehmer-Konto umzuwandeln. Dadurch hast du Einsichten in deine Reichweite (Insights).
  • Nutzt Hashtags, dabei gilt nicht immer viel hilft viel. Sondern wählt gezielt aus. Nicht immer ist es sinnvoll ein Hashtag zu setzen der eine hohe Anzahl hat, dein Beitrag geht höchstwahrscheinlich in der Menge unter. Der Hashtag sollte natürlich zu deinem Thema auch passen. Am besten ihr übt euch ein bisschen darin ein, indem ihr euch selbst auf Hashtag-Suche begebt. Dann bekommt ihr ein Gefühl unter welchem Hashtag ihr gute Ergebnisse erzielt. Außerdem hilft dir das Insigtht zu erkennen welcher Beitrag aufgrund deiner Hashtags gut gefunden wurde.
  • Persönliches und Fotos von dir sind meist beliebter als Grafiken.

Dazu hat @texthungrig viele Informationen.

EIGENE WEBSITE 

Auf eurem Blog/Website solltet ihr unbedingt bei jedem Beitrag die Keywords überprüfen und ggf. verändern, damit ihr bei Suchanfragen auf Google, etc. auftaucht (siehe dazu auch https://romanticbookfan.de/2019/08/seo-tipps-fuer-wordpress-nutzer/

Habt ihr bereits einen Newsletter? Der Nutzen soll hoch sein, auch wenn er gerne unterschätzt wird. Der Newsletter ist eine langfristige Investition.

Euer Blog/ eure Website ist euer Grundstein. Schreibt einen Artikel, und ihr habt viele Beiträge für Instagram, Facebook und Co. (Einfach den Artikel in kleinen Häppchen aufteilen und posten in Abständen). 

Außerdem solltet ihr Pinterest nicht vergessen. Eine passende Grafik dort zu hinterlegen, damit eurer Artikel gefunden wird, ist eine Investition in die Zukunft. 

Deine Accounts/ Website anpassen:

Für die Gestaltung deiner Website, deines Profils oder/und Facebook-Seite musst du dir zuerst folgende Fragen selbst beantworten:

  1. Was ist dein Produkt
  2. Was ist dein Ziel
  3. Wer ist deine Zielgruppe

Jeder der dein Profil/ Feed/ Blog findet, muss auf dem ersten Blick erkennen, worum es geht:

  1. Dein Buch
  2. Du willst Leser gewinnen

Du solltest deine Zielgruppe kennen, und auch für sie schreiben: Lesealter, Geschlecht, Interessen, Thema (Thriller, Liebe, Komödie,… )

Natürlich kann eine bunte Mischung lustig sein, aber wenn du deinem Leser nicht gerade deine Katze verkaufen möchtest, sollte zumindest dein Buch neben ihr stehen.

Blumen sind auch schön und bunt. Aber vielleicht unpassend zu einem Thriller (Ausnahme vielleicht rote und schwarze Rosen, ihr wisst was ich meine.

Ihr habt was gebastelt, gehäkelt oder genäht und postet eifrig Bilder davon…,wenn das zu eurem Buch passt okay, wenn nicht, kann es passieren, dass Besucher unverrichteter Dinge dein Profil wieder verlassen, weil sie nicht erkannt haben, dass du ein Buch verkaufen möchtest.

Dein Feed sollte deiner Zielgruppe und deinem Produkt angepasst sein: … du bist Thriller – Autorin aber postest als Werbung lustige Kinderzeichnungen? Du schreibst Liebesgeschichten, aber auf deinen Fotos sind Messer und Pistolen zu sehen?

Was könntest du posten?

  • Zitate, Textschnipsel
  • Schreiballtag
  • Schreibroutinen
  • Fotos von deinem Schreibort, deiner Nervennahrung
  • Rituale beim Schreiben
  • Protagonisten zu Wort kommen lassen
  • Gesetze aus deiner Geschichte
  • Feedback zu deiner Geschichte
  • Recherchethemen
  • Rückmeldung deiner Testleser
  • Benutze deinen Internetauftritt als Schreibübung
  • Überzeuge die Leser durch dein Können, dein Charakter und deinen Humor. 
  • Benutze dein Lieblingsthema um Leser zu gewinnen, so finden sie auch dein Buch.
  • Nehme an Challenges teil.

Denk daran, Nutzer von Social Media wollen unterhalten werden, nicht gelangweilt oder zugespammt. Frage dich also bei jedem Beitrag, unterhält das Bild oder das geschriebene Wort deine Follower?

  • Die beste Zeit für Postings ist wahrscheinlich meist morgens, wenn
  • deine(zukünftigen)Leser beim Frühstück oder auf dem Weg zur Arbeit sind (bis 7/ 
  • 8 Uhr) oder Feierabendzeit (17 Uhr und 22 Uhr)
  • Sollte man auf jedem Account die gleichen Fotos und Beiträge präsentieren? Eher 
  • nicht, eine gewisse Abwechslung ist vom Vorteil. So behältst du deine Leser 
  • länger am Ball und ziehst Neue an.

Woran musst du denken?

  1. Noch während des Schreibens/ Bevor dein Buch erscheint:
  • Überprüfe ob dein Name, der auf den Cover zu sehen sein wird, auch im Social Media zu finden ist (suche dich einfach selbst)
  • Gestalte rechtzeitig dein Cover (von einem Profi!) am besten 6 Monate im Voraus
  • Schreibe einen Klappentext und lege den Veröffentlichungstermin fest

KLAPPENTEXT UND COVER ENTSCHEIDEN OB DEIN BUCH GEKAUFT WIRD ODER NICHT!!!!!

  • Finde Blogger (erstelle dir eine Liste welche zu deinem Buch passen würden und schreibe sie an 
  • Rechtzeitig Blogger anfragen, für eine Rezension, weil sie oft auf Monate ausgebucht sind
  • Anfragen wer euch beim Promoten eures Buches unterstützen möchte

Optional: Lege einen Redaktionsplan fest, wann du was und wo veröffentlichen willst (Termine, Lesungstermine, etc. als groben Fahrplan)

Werbung für sich machen… Werbung für sein Buch machen⁣

  • Variante 1 ganz direkt⁣
  • Variante 2 indirekt (Content-Werbung)⁣
  • Variante 3 eine Mischung.

Ich empfehle eine Mischung. Zum einen solltest du die Social Media Plattformen nutzen, dich und dein Buch vorzustellen. Am besten mit Hilfe von Bloggern. Auf der BUCHBERLIN wurde mein Cover wiedererkannt dank flächiger Verteilung auf Facebook und Instagram.

Zum anderen solltest du deine Follower aber auch nicht zuspammen; nutze das Thema deiner Geschichte, Anekdoten aus deinem Leben, oder anderes um die Leute zu unterhalten und dadurch für dich und dein Schreibstil zu gewinnen. ⁣⁣

Für die direkte Werbung deines Buches könnten folgende Themen in Frage kommen:⁣⁣

  • Cover plus Klappentext veröffentlichen ⁣
  • Cover-Release evtl. mit Unterstützung von einem Bloggerteam⁣
  • Teaser veröffentlichen⁣
  • Dich als Autorin vorstellen⁣
  • Erscheinungsdatum posten

Für die indirekte Werbung können folgende Themen in Frage kommen:⁣⁣

  • Recherchethemen ⁣⁣
  • das Genre in welchen du schreibst⁣
  • Vorstellungen von ähnlichen Büchern⁣
  • Anekdoten aus deinem Schreiballtag (witzige, humorvolle)⁣
  • Biographisches, welches sich in deinem Buch widerspiegelt⁣
  • Alles was dich interessiert⁣
  • In alles Beiträgen könnt ihr am Ende auf euer Buch aufmerksam machen. ⁣

Wie geht es weiter?

  1. Cover-Release evtl. mit Unterstützung von einem Bloggerteam
  2. Teaser veröffentlichen
  3. Veröffentlichungstermin bekannt geben
  4. Dich als Autorin vorstellen
  5. Klappentext veröffentlichen
  6. Erscheinungsdatum posten
  7. Immer wieder dein Buch in Erinnerung rufen durch
  • Zitatkarten mit Textschnipseln oder Leserstimmen
  • Ankündigungen
  • Kostenlosen Leseproben als Goodie oder Gewinnspiel, oder bei Anmeldung eines Newsletters
  • Countdown
  • Pinterest-Board vorstellen
  • Trailer-Video erstellen
  • Live Lesung
  • Individuelle Bildarrangements: wenn du ein Exemplar von deinem Buch bereits zu Hause hast
  • Andere bitten deine Beiträge zu teilen!!!!! Dadurch erhöhst du deine Reichweite!!!!

(spätestens einen Monat vorher intensiv, evtl. mithilfe deines Bloggerteams)

Spätestens wenn du dein Cover hast, solltest du auch die Ansicht deiner Social Media Seiten anpassen. Dein Cover muss gesehen werden, damit es wiedergefunden wird.

Während der Veröffentlichung:

Schon während der Veröffentlichung kannst du eine Menge tun, damit dein Buch gefunden wird.

  • Ordne es dem richtigen Genre zu
  • Nutze so viele Kategorien wie möglich

Vor allem für Amazon gibt es viele Tipps und Tricks, was man tun kann, dazu aber mehr in einem eigenen Beitrag

Nach der Veröffentlichung:

  • Rezensionsexemplare verschicken, wenn nicht schon geschehen
  • Preisaktionen ankündigen und bewerben
  • Werbegeschenke verteilen (Lesezeichen, Postkarten, Stifte, etc.)
  • Gewinnspiele veranstalten
  • Euer Buch soll auch in Buchhandel gefunden? Dann heißt es Klinken putzen und fragen, ob sie Interesse an eurem Buch haben, ob evtl. eine Lesung möglich, etc.
  • Immer wieder auf euer Buch im Social Media aufmerksam machen
  • Sucht euch interessante Orte, wo ihr Lesungen anbieten könnt
  • Vielleicht Wohnzimmerlesungen durchführen
  • Live-Lesungen im Internet durchführen

Was ist außerdem möglich oder sinnvoll?

  • Goodies auf Messen und woanders verteilen
    • Ich habe zu Goodies ein zwiespältiges Verhältnis, zum einen liebe ich selber Lesezeichen und Postkarten und zum anderen versuche ich eigentlich Müll zu vermeiden. ⁣
    • Menschen lieben es jedoch, etwas geschenkt zu bekommen. Ein passendes Lesezeichen oder Postkarte macht etwas her und sieht professionell aus. Und auch wenn die Gefahr von Müllproduzierung besteht, Postkarten und Flyer sind immer noch sehr wirksame Werbemittel.⁣
    • Vielleicht fragt sich der eine oder andere, was tun mit den Goodies?⁣

💌Besucht Messen und verteilt sie⁣

💌Fragt im Buchhandel, ob ihre eure Werbung auslegen dürft⁣

💌Findet Räume oder Veranstaltungen wo ihr sie auslegen könnt⁣

  • Zeitungen, besonders die Kleinen Provinz/Kiezzeitungen anfragen ob sie ein Artikel über euch schreiben wollen
  • Blogger anschreiben, die Autoren für Aktionen suchen (siehe z.B. die Bloggerbörse auf Facebook)
  • Signierte Bücher verkaufen (von zu Hause aus oder bei einer Lesung)
  • Gastartikel schreiben für andere Webseiten, über Recherchethemen zu deinem Buch, ein Kapitel aus deinem Buch, über das Schreiben an sich… .
  • Gemeinsam mit anderen Autoren auf der Buchmesse ausstellen
  • Leserunden bei Lovelybooks veranstalten

Last but not least! 

Schreib ein neues Buch.

Die beste Werbung für ein Buch ist ein neues Buch. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und von Natur aus treu. Gefällt ihm ein Buch von dir, so wird er sich auf die Suche machen ob es noch mehr von dir zu lesen gibt!!!

DANKE

Zum Schluss möchte ich mich ganz herzlich bei Monica Schulze von https://suechtignachbuechern.de bedanken, dich mich bei meinem Marketing unterstützt. Ihr findet auf ihrer Seite ganz viele weiterführende Informationen! Es lohnt sich!!!! 

Über das Finden und Zusammenarbeiten von Testlesern.

Eine erste Möglichkeit, Feedback zu deinem Text zu bekommen, ist Testleser zu suchen. 

Was sind Testleser?

Professionelle und unprofessionelle Menschen, die dein Text auf Herz und Nieren überprüfen dürfen, bevor es ins Lektorat geht oder veröffentlicht wird.

Das heißt, du musst dich vorab entscheiden, ob die Testleser deine Fassung vor dem Lektorat oder nach dem Lektorat lesen sollen. Ich habe mich dazu entschlossen mein Manuskript vor dem Lektorat testlesen zu lassen. Aus dem einfachen Grund, dass ein Lektorat viel Geld und Zeit in Anspruch nimmt, je mehr Fehler ich vorab ausgemerzt habe, umso tiefer kann der/die Lektor/in ins Detail gehen. Außerdem ist es ungemein motivierend erste positive Rückmeldungen zu erhalten, um die weitere Überarbeitungsphase gut zu überstehen.

Was machen Testleser?

Sie lesen, kritisieren und korrigieren alles, was sie finden und ihrer Meinung nach besser gemacht werden könnte. Ohne Anspruch auf Richtigkeit und Übernahme der Vorschläge.

Ich habe von vornherein drum gebeten, kein Augenmerk auf Rechtschreibung und Grammatik zu setzen.

Wie arbeitest du mit den Testlesern zusammen?

Bevor die Zusammenarbeit mit den Testlesern startet, solltest du dir überlegen, wie sie aussehen soll:

Variante 1
Der Testleser und dein Manuskript: Du schaust, was er findet und dir anmerken wird.
Ohne große Worte und Einarbeitung deinerseits.

Variante 2
Der Testleser, dein Manuskript und eine Liste mit Punkten, die dir wichtig sind.

Zum Beispiel:

Variante 3
Testleser, dein Manuskript, die Liste mit den wichtigsten Punkten und ein Fragebogen

Zum Beispiel:

FRAGEBOGEN FÜR TESTLESER



Worldbuidling und Setting

1. Welche Szene konntest du vor deinem inneren Auge am klarsten sehen?
Diese Szenen können dir eine Orientierung für dein gesamtes Manuskript geben: Was ist dir an diesen Stellen besonders gut gelungen? Das setze in den Szenen, die nicht klar sind, um.

2. Wie sieht diese Szene in deinem Kopf aus?
Diese Beschreibungen der Testleser sind eine gute Kontrolle, ob deine Vorstellung von ihren abweichen… dann wäre es Zeit, noch einmal in das Manuskript zu schauen.

3. Ist dir ein bestimmtes Detail besonders im Gedächtnis geblieben?
Was ist den Lesern im Gedächtnis geblieben, oder eben nicht … waren die bestimmten Details sehr wichtig und sie werden nicht genannt, ist es wichtig diese noch einmal zu überprüfen.

4. Hat dich irgendeine Entscheidung stutzen lassen?
Neben Plotlächern müssen auch plotirrelevante Lücken geschlossen werden. Es sind die kleinen Dinge die am Ende ins Gewicht fallen und meist auch am schwierigsten zu finden und zu beseitigen sind.

5. Wo hättest du dir mehr Beschreibung/Einblick gewünscht?
Diese Frage ist sehr subjektiv, aber je mehr Testleser dir diese Frage ähnlich beantworten, desto deutlicher wird dein Einblick.

Figuren
Charakter machen deine Geschichte lebendig und geben deinem Plot die richtige Würze. Auch das spannendste Gericht schmeckt ohne Salz fade.

1. Welche Figur mochtest du am liebsten und warum?
Es muss nicht der Hauptcharakter sein, manchmal sind es auch die Nebencharaktere oder der Antagonist. Es ist gut für dich zu wissen, wer bei den Testlesern Eindruck gemacht hat. Deren Rolle sollte vielleicht bei der Überarbeitung nicht zu sehr gekürzt werden.

2. Welche Figur mochtest du am wenigsten und warum?
Jemanden nicht zu mögen kann gut sein, wenn es von dir gewollt ist. 

3. Wenn du dir eine Figur aussuchen könntest, welche würdest du streichen?
Siehe oben nur das Gegenteil, bei der Überarbeitung kann man überlegen, deren Rolle zu kürzen oder zu verändern (weil sie langweilig, nicht plotrelevant ist, etc).

4. Haben sich die Figuren ihrem Charakter entsprechend logisch verhalten?
Es kann schnell passieren, dass sich deine Figuren unlogisch verhalten, weil du Szenen geändert hast. Gut wenn deine Testleser die Stellen finden und dich darauf aufmerksam machen.

Plot und Spannungskurve
Macht die Geschichte Spaß? Ist sie spannend? 

1. Wann hattest du das Gefühl, dass die Geschichte angefangen hat?
Mit dieser Frage kannst du herausfinden, ob deine Spannungskurve richtig gesetzt ist. Wenn deine Testleser sagen, dass die Geschichte erst ab der Hälfte deines Buches angefangen hat, dann hast du irgendetwas in deinem Manuskript falsch gemacht. Nun heißt es die Ziele der Charaktere und den Konflikt zu prüfen und zu überarbeiten.

2. Welche Teile hast du übersprungen/nur oberflächlich gelesen?Sind diese Szenen langatmig geschrieben, beinhalten Wiederholungen oder sind überflüssig?

3. Welche Szene fandest du am Besten?
Positives muss auch sein, und sie dienen dir als gutes Beispiel.

4. Welche Szene fandest du am spannendsten?
Die spannendste Szene sollte in etwa in der Hälfte des Buches herum liegen.  Ansonsten heißt es wieder: Zurück zum Manuskript und den Spannungsbogen überprüfen.

5. Gab es plotbedingte Unstimmigkeiten?
Das sind die Plotlöcher die man finden und füllen muss.

Zu guter Letzt:

Das Feedback der Testleser solltest du nie als Kritik auffassen, sondern als Unterstützung deine Geschichte noch besser zu machen. Fange nicht an zu erklären, sondern beantworte deren Anmerkungen mit deiner Geschichte. Deine Testleser wie auch deine zukünftigen Leser haben nicht dein Hintergrundwissen. 

Wie viele Testleser brauchst du?

So viele, wie du magst. Es sollten mehr als drei sein. Damit du bei unterschiedlichen Meinungen eine Gewichtung spürst. Testleser im zweistelligen Bereich sind ebenfalls nicht verkehrt. Auch weil du am Anfang nicht sicher sein kannst, wie viele durchhalten und bis zum Schluss dabei sind. Das Leben spielt manchmal gerne dazwischen. 

Was musst du von den Testlesern wissen?

Um sie kennen zu lernen, habe ich jeden Testleser, bevor er einen Brief von mir erhalten hat, drei bis vier Fragen gestellt:

1. Wie viel liest du normalerweise?
Je nach dem, wie schnell und viel jemand liest, werden Geschichten anders wahrgenommen. Das ist wichtig, um die Zielgruppe deines Buches einzuschätzen.

2. Was ist dein Lieblingsbuch und warum?
Anhand seines Lieblingsbuches kannst du erraten, was ihm wichtig ist und welche Art von Geschichten er mag. Hilfreich um sein Feedback besser einzusortieren. Jemand der immer und gerne Romantasy liest, wird deine Geschichte vielleicht anders empfinden, als jemand der immer Thriller liest.

3. Was sind deine Lieblingsgenres?
In seinem Lieblingsgenre wird dich dein Testleser schneller auf etwas aufmerksam machen, als jemand der zum ersten Mal z.B. ein Thriller liest.

Was braucht der Testleser von dir?

  •  Ein Manuskript. 
  • Eine Vorgabe, was du dir erhoffst und erwartest.
  • Ich habe es zum einen deutlich gemacht, in meinem Instagram-Beitrag.
  • Und zum anderen eine E-Mail geschrieben, in denen meine Erwartungen noch einmal festgehalten sind. Dadurch wollte ich jeden einzelnen die Möglichkeit geben, in sich zu gehen und zu entscheiden, ob er die nächsten Wochen Zeit und Kraft hat, mein Manuskript zu lesen und bearbeiten. 

Du solltest deine Testleser auch auf das Copyright und das Urheberschutzrecht aufmerksam machen. Dieses habe ich der E-Mail beigefügt, mit der Bitte um eine schriftliche Erklärung und Bestätigung.

  • Zu guter Letzt das Wichtigste: Liebe und Dankbarkeit für ihre Arbeit.

Wie geht es weiter?

Ich habe mein Manuskript aufgeteilt. (4 Teile a 20.000 bis 30.000 Wörter) Die Testleser bekamen die Teile nach einander zugeschickt. Für jeden Teil hatte ich max. 1 Woche vorgesehen. Wenn ich von einem Testleser die Rückmeldung erhalten hatte, bekam er den nächsten Teil. So erkennst du, wer noch dabei ist und wer aussteigen musste oder wollte. 

Wenn die Testleser ihre Arbeit erledigt haben, bist du dran. 

Natürlich gab es am Ende ein Dankeschön und die Aussicht auf die EBOOK-Version meines Romans.

Den Fragebogen, gibt es als PDF. Schreibt mich an und ich schicke ihn euch gerne.

PLOTTEN

Plotten oder nicht? Das ist die Frage. Hier scheiden sich die Autoren. Oder finden zusammen. Die entdeckenden Schreiber und die wissenden Schreiber.

Ich habe EVA zuerst mit der Schneeflockenmethode versucht aufzubauen. Was nur zäh verlief und viel Zeit gekostet hat.  Bis ich einfach anfing zu schreiben. Das hat für mich funktioniert. Ich schrieb und schrieb und schrieb. Bis ich das Ende gefunden habe. Dann habe ich meine Geschichte geplottet. 

Hier eine Übersicht wie ich meine Rohfassung bearbeitet habe: 

Text : Szene für Szene in eine Tabelle auflisten 

Szene – Ort – Zeit – Charaktere – Was passiert – Notizen

  • Überprüfung des roten Fadens
  • Konflikte und Höhepunkte markieren
  • Zeitliche Abläufe überprüfen
  • Logikfehler finden
  • Plotlöcher markieren
  • Überflüssiges streichen
  • Notizen, Veränderungen und Ergänzungen festhalten

Anhand der HELDENREISE habe ich meine  Geschichte erneut überprüft und überarbeitet. Diese stelle ich euch in einen neuen Beitrag vor. 

Einzelne Teile der Schneeflockenmethode habe ich auch genutzt. Eine Ein-Satz-Zusammenfasung sowie den vorläufigen Klappentext zum Beispiel.  

Ihr könnt eure eigene Plot-Methode zusammenstellen. Nutzt die bekannten als Inspirationsquelle. Aber lasst euch nicht einengen, euch eurer Kreativität berauben. Keine Geschichte ist wie die andere!

Nach einer gesamten Text-Überarbeitung habe ich 

Charaktersteckbriefe 

angefertigt. Jetzt erst wusste ich ja, wer in meiner Geschichte mitspielt und wer nicht. Diesen Punkt kann man natürlich auch direkt nach Erstellung der Szenen-Tabelle  legen. Ich musste meine Charaktere erst noch ein mal kennen lernen, außerdem hatte ich viel zu verändern. Jede Veränderung hatte natürlich auch Veränderungen der Charaktere zu Folge gehabt. Wenn ich schreibe, ist es als ob ich einen Film sehe, ich kenne meine Protagonisten und Antagonisten auch erst wenn sie sich mir offenbaren, beim Schreiben. Vorher theoretisch über sie nachzudenken, würde sich wie ausgedacht anfühlen.

Jetzt hatte ich einen Text in einen stabilen Grundgerüst und Charaktere dessen Inneres und Äußeres ich kenne. Die Zeit ist reif für die nächste Überarbeitung. Dazu mehr in einem neuen Beitrag

Natürlich ist das nur eine Variante wie man eine Handlung für seine Geschichte strukturieren und aufbauen kann. Und bestimmt auch nicht die letzte die ich ausprobiert habe.

Weitere Plot-Methoden die ich gefunden habe:

  • Die 3-Akt-Struktur
  • 3-9-27“-Methode
  • Die 4-Akt-Struktur
  • Die 5-Akt-Struktur 
  • Die 7-Akt-Struktur 
  • Schreiben einer Zusammenfassung.(Synopsis)
  • Die Schneeflockenmethode
  • Die Heldenreise
  • Masterplots
  • Die Freytag-Pyramide
  • Das Stufendiagramm
  • Schneller Entwurf / ohne Plotten

Der Rote Faden

Die Redewendung: DER ROTE FADEN soll von Goethes „Wahlverwandtschaften“ stammen oder aus der griechischen Mythologie. Da ist man sich nicht einig. Aber einig sind sich  Experten darin, eine Geschichte muss einen roten Faden haben.

Er hält die Geschichte zusammen. Vom Anfang bis zum Ende. Hoffen wir, er reißt nicht. 

Auf den Roten Faden fädelst du deine Geschichte. 

Einen Anfang.  Einen Mittelteil. Das Ende. 

Die Perlen bestehen aus Aktion  und Reaktion. 

Die Perlen sind deine Charaktere, die ein Ziel haben. Aus dem Grunde agiert die eine Perle und sorgt für eine Reaktion, die nächste Perle. Am Ende sollte deine Kette ein hübsches Muster haben…eins das sich durchzieht. Wie ein roter Faden. Fehlt eine Perle, doppelt sich eine, oder ist eine falsche dabei, ist das Muster durchbrochen …der rote Faden verliert sich…Drum achte auf deinen roten Faden und deine Perlen. 

In EVA ist der rote Faden ihre Zurückhaltung, ihre versuchte Anpassung an ein System, welches ihr Herz in Frage stellt. Konfrontiert mit der Rebellion, zittert manchmal der rote Faden, doch er zieht sich durch. Jahrelanges Anpassen kann man nicht einfach wie ein Kleid ablegen. Es muss mühselig hinterfragt werden und Stück für Stück bekämpft werden. Evas innerer Kampf ist der rote Faden. 

Wie sieht der rote Faden in euerer Geschichte aus?

ERGÄNZUNG / NACHTRAG

Auf Wunsch eine etwa ausführlichere Auflistung wie man den Roten Faden findet und behält.

Ich erkläre die einzelnen Schritte anhand von Harry Potter Stein der Weisen. ACHTUNG SPOILER

»Werdet euch bewusst, was ihr erzählen wollt und worauf es hinauslaufen soll.« (Wortkompass)

Wie findet man den roten Faden?Ob entdeckender Schreiber oder wissender Schreiber: um deinen roten Faden zu finden, solltest du deine Geschichte kennen.

Ein gutes Instrument ist, deine Geschichte in einen Satz zusammen zu fassen.

Er sollte nicht allzu lang sein  und den Kern der Geschichte beinhalten.  Das große Ganze mit einer persönlichen Ebene verbinden. Welcher Charakter hat am meisten zu verlieren und was möchte er gewinnen. Aus diesem Satz sollte herausgelesen werden können, ob deine Geschichte ein Actionthriller, eine Liebesstory oder eine klassische Heldenreise (oder, oder, oder) ist. (Siehe auch Schneeflocken Methode Schritt 1)Das ist der grobe rote Faden. Dein Leitbild. Die Intention deiner Geschichte. Der Grund, warum dein Charakter und alle anderen so handeln wie sie handeln.Diesen Satz hänge dir am besten auf, damit du ihn beim Schreiben nicht vergisst.

Beispiel: Ein  Junge erfährt überraschend, dass er ein Zauberer ist und muss gegen das Böse kämpfen. (Na, welche Geschichte???)

Um zu überprüfen, ob deine Geschichte den Roten Faden nicht verloren hat, musst du sie dir näher anschauen: Szene für Szene.

Auf eine Aktion folgt eine Reaktion. Der Charakter agiert und führt eine Reaktion herbei. Einen Konflikt. Der zum nächsten führt. Überprüfe jede Szene auf ihre Intention.Führen sie zum Ziel oder hat sich ein neuer Faden eingebunden…dann lösche ihn oder verändere die Szene.

Beispiel: Harry Potter lernt fliegen auf einen Besen und Quidditch spielen: Ist das wichtig? Ja, weil er braucht diese Fähigkeiten um am Ende Lord Voldemort gegenüber zu stehen. Würde Harry Potter In Fliegen versagen, hätte er im letzten Kapitel seine Aufgabe mit den Schlüsseln nicht erfüllen können. (Der Faden wäre mitten drin gerissen. Hätte Harry Potter statt dessen Talent in Zaubertrankstunde gehabt, wäre eine ganz andere Geschichte entstanden. Würde Harry Potter sich mehr über die Liebe und alles andere Gedanken machen, wäre die Geschichte ganz abgedriftet.

Habt keine Angst vor dem Roten Faden. Habt Angst davor eure Geschichte zu wenig zu kennen. Haltet euer Ziel vor Augen und lernt eure Charaktere kennen. Ein schwacher Charakter, der kaum einen Meter laufen kann, ohne einen Asthmaanfall zu bekommen, wird am Ende nicht dem Monster wegrennen können. 
Ihr merkt, um einen Roten Faden zu finden und zu behalten ist es wichtig euren Charakter zu kennen und sein Ziel. 


Daher stellt fest:

  1. Was ist das Problem des Protagonisten: Harry Potter erfährt überraschend das er ein Zauberer ist und er findet heraus, das der Zauberer der ihn einst töten wollte,  den Stein der Weisen haben will, um seine alte Macht wiederzuerlangen
  2. Was ist seine Schwäche?er hält sich nicht gerne an Regeln und ist nicht besonders fleißig
  3. Was ist seine Stärke: fliegen, treu, mutig, neugierig
  4. Was ist das Ziel eurer Geschichte: Den Stein der Weisen vor Lord Voldemort schützen, den bösen Zauberer besiegen
  5. Warum will der Charakter das Ziel erreichen: Harry fühlt sich verfolgt vom bösen Zauberer, er will Rache, er will seine Freunde beschützen, er will dass Hogwarts übersteht,…
  6. Wie wird der Charakter das Ziel erreichen: Harry findet Freunde, sie lösen das Rätsel um den Stein der Weisen, Harry erhält Fähigkeiten um den bösen Zauber zu besiegen

Das selbe könnt ihr für eure Antagonisten beantworten.

  1. Problem: Lord Voldemort ist schwach, er besitzt keinen Körper, wegen Harry Potter
  2. Schwäche: unterschätzt Harry Potter
  3. Stärke: mächtiger Zauberer, alle haben Angst vor ihm, keiner glaubt, er lebt noch
  4. Ziel: Stein der Weisen bekommen
  5. Warum: um seine alte Macht und einen Körper zu bekommen
  6. Wie: benutzt Quirrel um den Stein der Weisen zu bekommen

Könnt ihr diese Fragen beantworten, habt ihr euren roten Faden. Auf jede Aktion der Protagonisten folgt eine Reaktion des Antagonisten (oder andersherum)So spinnt ihr den roten Faden enger und enger, bis er dicht vor euch liegt.Das ist meine Variante den Roten Faden nicht zu verlieren.Und ihr?

Was willst du erzählen…

»Werdet euch bewusst, was ihr erzählen wollt und worauf es hinauslaufen soll.« (Wortkompass)

Der Rote Faden… ein wichtiges Instrument für den Geschichtenerzähler.

Ein fehlender Roter Faden – ein mir nur all zu gut bekanntes Problem. Ich schreibe gerne einfach drauf los. Dann kommen mir die besten Ideen. Doch dann nach vielen Seiten, ist es passiert. Ich habe mich verzettelt, verlaufen, vergessen was mein Ziel war.Doch diesmal… 🙂

Um meine Idee zu finden, schrieb ich einfach drauf los. Bis klar wurde, das ist SIE. Diese IDEE wird meine neue Geschichte.

Und mit dieser Idee habe ich mir die Schneeflocken-Methode (von Randy Ingermanson) genauer angeschaut. ( Im Internet findet ihr dazu viele Informationen, z.B. auf schriftsteller-werden.de.)

Schritt 1 ist eine 1-Satz-Zusammenfassung.

Schritt 1 beschreibt deine Geschichte in nur einem Satz, am besten mit weniger als 15 Wörtern.

Schritt 1 ist damit dein Roter Faden.

Es ist gar nicht so leicht…

Ein Satz, um deine große Geschichte auf den Punkt zu bringen.

Ein Satz der deinen Helden (oder Heldin) und sein Abenteuer beschreibt.

Ein Satz um deutlich zu machen, diese Geschichte ist ein Actionthriller, eine Liebesstory oder eine klassische Heldenreise (oder, oder, oder).

Ein Satz ….