Young Bookstagram Umfrage

Ihr Lieben,

ich schulde euch noch das Ergebnis meiner Young-Bookstagram-Umfrage.

Insgesamt haben sage und schreibe 34 Instagramer teilgenommen: im Alter zwischen 8 und 49 Jahren. Okay, ich gebe zu, zwei davon waren meine Kinder, die es sich nicht nehmen lassen konnten, mitzumachen. 

Aber dennoch, so viel mehr, als ich erwartet habe. Ich kann nur danke sagen. Die Ergebnisse waren sehr aufschlussreich für mich. 

DIE ZIELGRUPPE

Angesprochen war meine Zielgruppe: all age (ab 12 Jahren aufwärts).

Ich wollte wissen: Wo agiert meine Zielgruppe, wo entstehen die Kaufwünsche meiner Zielgruppe und wo kauft meine Zielgruppe. 

Die letzte Frage hat darauf gezielt, welche dunklen Themen dürfen in Jugendbücher behandelt werden… gerne würde ich noch eine Umfrage starten, die Anmerkungen dazu waren nämlich sehr spannend.

DIE ERGEBNISSE

Hier könnt ihr die Gesamt-Ergebnisse sehen. 

Untenstehend findet ihr die Diagramme aus der Altersgruppe der 12 – 18-Jährigen.

Zusammenfassend ziehe ich aus meiner Umfrage folgende Schlussfolgerungen:

FRAGE 2  

Am meisten werden Bücher im BUCHHANDEL gekauft, erst an dritter Stelle kommt AMAZON, bei den Jugendlichen (12 – 18) sogar erst an fünfter Stelle. Wer die Jugend als Zielgruppe hat, muss in den Buchhandel.

FRAGE 3 

Aufmerksam auf Bücher werden die meisten (jeglichen Alters) tatsächlich auf INSTAGRAM… es lohnt sich für einen Neu-Autor wie mich, dort sichtbar zu sein und mein Buch vorzustellen. (Plumpe Werbung wird nicht gerne gesehen, Instagram ist und bleibt eine Unterhaltungsplattform).

FRAGE 4 

Gründe, warum ein Buch gekauft wird, sind KLAPPENTEXT und COVER… erst an dritter Stelle sind REZENSIONEN ausschlaggebend… also keine Angst vor schlechten, schließe ich daraus. Machen diese nicht die guten Rezensionen erst realistisch?

FRAGE 5 

Die Mehrheit hat in allen Altersstufen Bücher von Selfpublisher gelesen… Aber nicht alle… hier liegt bestimmt der Kauf im Buchhandel als Ursache zugrunde… wo wir nicht ausliegen, können wir nicht gefunden werden…

FRAGE 6

Instagram ist ungeschlagen bei den Bookstagramer. Vor allem bei den Jugendlichen. In der Altersgruppe 12- 18 sind alle auf Instagram unterwegs, einige auch auf Youtube. Wenige ältere (über 20) nutzen Facebook. Buchblogger sollten also einen Account auf Instagram haben, wenn ihr eine Zusammenarbeit mit ihnen nutzen wollt, um eure Reichweite zu erhöhen und ihr als Autoren natürlich auch!

Denn

FRAGE 7 

ist eindeutig, Leser abonnieren die Profile von Autoren.

FRAGE 8 

Um sich auf den Laufenden zu halten, und mehr zu erfahren, über die Autoren und deren Bücher (Textschnipsel sind nicht ganz so interessant wie Recherche und Hintergrundwissen).

FRAGE 9 

Das Geschlecht ist den Lesern egal. Mädchen lesen Geschichten aus der Sicht von Jungen und andersherum. Young Bookstagram setzt sich daher für Genderfreiheit ein. Im Buchhandel und beim Ansprechen der Zielgruppe. 

PS. EVA ist, auch wenn aus der Sicht eines Mädchens geschrieben, eine Geschichte für Mädchen und Jungen. 

FRAGE 10

Diese Frage war sehr heikel und oberflächlich. Welche Themen, die nicht die Sonnenseite des Lebens betreffen, dürfen in Jugendbüchern ab 14 angesprochen werden. Grob zusammen gefasst, alle vorgeschlagenen. Im Rahmen. Bei der Entscheidung, ab welchem Alter ich EVA empfehle, habe ich darüber sehr viel nachdenken müssen. Bei Martha stehe ich vor demselben Problem. Würdet ihr eine weitere Umfrage dazu spannend finden? Was darf und wie viel darf, wäre das Thema. 

Ergebnisse: 12 – 18 Jahre / 25 Teilnehmer

Meine Erfahrungen mit dem Lektorat – Eine Empfehlung

Eine Frage, die ich lange mit mir herum getragen habe, war die Frage nach dem Lektorat. Ein Batzen Geld kostet das, selbst die Lektoren die Selfpublisher-Preise anbieten. Für einen Debüt-Autor mit ungewissen Ausgang eine riskante Investition…

Für mehr Informationen über dieses Thema siehe mein Beitrag: Lektorat.

Es ist eine Sache, für eine gute und wichtige Dienstleistung viel Geld auszugeben.

Eine andere, sein Buchbaby in fremde Hände zu geben. 

Wie also den richtigen und passenden Lektoren finden?

Nun, ich hatte Glück… über Instagram habe ich eine tolle Community gefunden. Und bei meiner Frage nach „Lektorat Ja oder Nein“ verkündete sie überraschend, selber Lektorin werden zu wollen.

Das klang für mich sehr vielversprechend. Wir hatten uns schon öfters ausgetauscht, ich fand sie sympathisch und hatte das Gefühl, wir verstehen uns. Für mich eine wichtige Grundlage, um gemeinsam an meinem Manuskript arbeiten und auch Kritik annehmen zu können.

Es vergingen noch ein paar Wochen, ehe ich mein Manuskript soweit fertig hatte, das ich es ins Lektorat schicken konnte. 

Wie alles bisher, lief meine Planung, was das Buch anbelangte, sehr spontan (ganz im Gegenteil zum Rest meines Lebens, ich plane alles und habe für alles eine Liste). Dennoch hatte sie sofort Zeit. Yeah. 

Ich folgte weiterhin meinem Bauchgefühl und nahm das komplette Angebot in Anspruch (Selfpublisher Paket: Lektorat mit zwei Durchgängen und Korrektorat, plus Gutschein für das nächste Lektorat). Das Probelektorat hat mich einfach sofort überzeugt!!! 

Und was soll ich sagen, es lief gelinde gesagt bombastisch!!!!!

Die Zusammenarbeit mit meiner Lektorin

Wir haben uns schnell darauf geeinigt, parallel zu arbeiten, das hatte für mich den Riesen-Vorteil mit ihr eng an meinem Plot arbeiten zu können. Sobald sie mit einem Kapitel durch war, bekam ich ihn zugeschickt. Der Austausch mit ihr über meine Geschichte hat soviel Spaß gemacht und mehrere neue Wendungen gebracht, dass ich heute noch baff bin, wie sehr sich die Geschichte gewandelt hat und gewachsen ist. 

Eine starke Geschichte ist dann zum zweiten Durchgang zu ihr gereist. Den ich nur empfehlen kann. Mich entspannte die Tatsache, das meine Lektorin erneut über meine Veränderungen lesen würde und ich war dadurch mutig  genug, ordentlich zu verändern, ohne Angst haben zu müssen, Wesentliches zu übersehen. Vier Augen sehen einfach mehr als zwei. 

Plot, Spannungsaufbau und Charakterentwicklung wurden von ihr genauestens unter der Lupe genommen. Besonders hilfreich fand ich ihre Anmerkungen, die sie oft als Frage gestellt hat, so habe ich selbst überprüfen können ob und wie ich was gemeint habe. 

Sie hat sich außerdem sofort auf meinen Schreibstil und meine Geschichte einlassen können. Nicht einmal hatte ich das Gefühl, da würde jemand mein Buchbaby verändern wollen, sondern sie holte das Beste aus der Geschichte heraus, verlor nicht den Plot und dessen Ziel aus den Augen und gab mir Feedback, wie es auf den Leser wirkte. 

Korrektorat war für mich unabdingbar. Hier kann ich nur sagen, gründlich und schnell. 

Die allerwichtigste Frage habe ich gar nicht geklärt: Von welcher Lektorin spreche ich eigentlich?

Zeilenfeuerlektorat

Absolute Empfehlung!!!

5 von 5 Rosen 

Kurz-Bewertung:

Raphaela ist eine Lektorin, die mit vollem Herzen dabei ist. Engagiert und mit viel Gefühl hat sie aus meiner Geschichte das Beste herausgeholt. Ich empfehle aus eigener Erfahrung, Zeilenfeuer für das Lektorat und das Korrektorat. Ihre Liebe zur deutschen Sprache und dem geschriebenen Wort, die herausragende Qualität ihrer Arbeit, Zeit und Preis sind Gründe genug für mich, auch meine nächstes Manuskript bei ihr in Auftrag zu geben.

Über das Finden und Zusammenarbeiten von Testlesern.

Eine erste Möglichkeit, Feedback zu deinem Text zu bekommen, ist Testleser zu suchen. 

Was sind Testleser?

Professionelle und unprofessionelle Menschen, die dein Text auf Herz und Nieren überprüfen dürfen, bevor es ins Lektorat geht oder veröffentlicht wird.

Das heißt, du musst dich vorab entscheiden, ob die Testleser deine Fassung vor dem Lektorat oder nach dem Lektorat lesen sollen. Ich habe mich dazu entschlossen mein Manuskript vor dem Lektorat testlesen zu lassen. Aus dem einfachen Grund, dass ein Lektorat viel Geld und Zeit in Anspruch nimmt, je mehr Fehler ich vorab ausgemerzt habe, umso tiefer kann der/die Lektor/in ins Detail gehen. Außerdem ist es ungemein motivierend erste positive Rückmeldungen zu erhalten, um die weitere Überarbeitungsphase gut zu überstehen.

Was machen Testleser?

Sie lesen, kritisieren und korrigieren alles, was sie finden und ihrer Meinung nach besser gemacht werden könnte. Ohne Anspruch auf Richtigkeit und Übernahme der Vorschläge.

Ich habe von vornherein drum gebeten, kein Augenmerk auf Rechtschreibung und Grammatik zu setzen.

Wie arbeitest du mit den Testlesern zusammen?

Bevor die Zusammenarbeit mit den Testlesern startet, solltest du dir überlegen, wie sie aussehen soll:

Variante 1
Der Testleser und dein Manuskript: Du schaust, was er findet und dir anmerken wird.
Ohne große Worte und Einarbeitung deinerseits.

Variante 2
Der Testleser, dein Manuskript und eine Liste mit Punkten, die dir wichtig sind.

Zum Beispiel:

Variante 3
Testleser, dein Manuskript, die Liste mit den wichtigsten Punkten und ein Fragebogen

Zum Beispiel:

FRAGEBOGEN FÜR TESTLESER



Worldbuidling und Setting

1. Welche Szene konntest du vor deinem inneren Auge am klarsten sehen?
Diese Szenen können dir eine Orientierung für dein gesamtes Manuskript geben: Was ist dir an diesen Stellen besonders gut gelungen? Das setze in den Szenen, die nicht klar sind, um.

2. Wie sieht diese Szene in deinem Kopf aus?
Diese Beschreibungen der Testleser sind eine gute Kontrolle, ob deine Vorstellung von ihren abweichen… dann wäre es Zeit, noch einmal in das Manuskript zu schauen.

3. Ist dir ein bestimmtes Detail besonders im Gedächtnis geblieben?
Was ist den Lesern im Gedächtnis geblieben, oder eben nicht … waren die bestimmten Details sehr wichtig und sie werden nicht genannt, ist es wichtig diese noch einmal zu überprüfen.

4. Hat dich irgendeine Entscheidung stutzen lassen?
Neben Plotlächern müssen auch plotirrelevante Lücken geschlossen werden. Es sind die kleinen Dinge die am Ende ins Gewicht fallen und meist auch am schwierigsten zu finden und zu beseitigen sind.

5. Wo hättest du dir mehr Beschreibung/Einblick gewünscht?
Diese Frage ist sehr subjektiv, aber je mehr Testleser dir diese Frage ähnlich beantworten, desto deutlicher wird dein Einblick.

Figuren
Charakter machen deine Geschichte lebendig und geben deinem Plot die richtige Würze. Auch das spannendste Gericht schmeckt ohne Salz fade.

1. Welche Figur mochtest du am liebsten und warum?
Es muss nicht der Hauptcharakter sein, manchmal sind es auch die Nebencharaktere oder der Antagonist. Es ist gut für dich zu wissen, wer bei den Testlesern Eindruck gemacht hat. Deren Rolle sollte vielleicht bei der Überarbeitung nicht zu sehr gekürzt werden.

2. Welche Figur mochtest du am wenigsten und warum?
Jemanden nicht zu mögen kann gut sein, wenn es von dir gewollt ist. 

3. Wenn du dir eine Figur aussuchen könntest, welche würdest du streichen?
Siehe oben nur das Gegenteil, bei der Überarbeitung kann man überlegen, deren Rolle zu kürzen oder zu verändern (weil sie langweilig, nicht plotrelevant ist, etc).

4. Haben sich die Figuren ihrem Charakter entsprechend logisch verhalten?
Es kann schnell passieren, dass sich deine Figuren unlogisch verhalten, weil du Szenen geändert hast. Gut wenn deine Testleser die Stellen finden und dich darauf aufmerksam machen.

Plot und Spannungskurve
Macht die Geschichte Spaß? Ist sie spannend? 

1. Wann hattest du das Gefühl, dass die Geschichte angefangen hat?
Mit dieser Frage kannst du herausfinden, ob deine Spannungskurve richtig gesetzt ist. Wenn deine Testleser sagen, dass die Geschichte erst ab der Hälfte deines Buches angefangen hat, dann hast du irgendetwas in deinem Manuskript falsch gemacht. Nun heißt es die Ziele der Charaktere und den Konflikt zu prüfen und zu überarbeiten.

2. Welche Teile hast du übersprungen/nur oberflächlich gelesen?Sind diese Szenen langatmig geschrieben, beinhalten Wiederholungen oder sind überflüssig?

3. Welche Szene fandest du am Besten?
Positives muss auch sein, und sie dienen dir als gutes Beispiel.

4. Welche Szene fandest du am spannendsten?
Die spannendste Szene sollte in etwa in der Hälfte des Buches herum liegen.  Ansonsten heißt es wieder: Zurück zum Manuskript und den Spannungsbogen überprüfen.

5. Gab es plotbedingte Unstimmigkeiten?
Das sind die Plotlöcher die man finden und füllen muss.

Zu guter Letzt:

Das Feedback der Testleser solltest du nie als Kritik auffassen, sondern als Unterstützung deine Geschichte noch besser zu machen. Fange nicht an zu erklären, sondern beantworte deren Anmerkungen mit deiner Geschichte. Deine Testleser wie auch deine zukünftigen Leser haben nicht dein Hintergrundwissen. 

Wie viele Testleser brauchst du?

So viele, wie du magst. Es sollten mehr als drei sein. Damit du bei unterschiedlichen Meinungen eine Gewichtung spürst. Testleser im zweistelligen Bereich sind ebenfalls nicht verkehrt. Auch weil du am Anfang nicht sicher sein kannst, wie viele durchhalten und bis zum Schluss dabei sind. Das Leben spielt manchmal gerne dazwischen. 

Was musst du von den Testlesern wissen?

Um sie kennen zu lernen, habe ich jeden Testleser, bevor er einen Brief von mir erhalten hat, drei bis vier Fragen gestellt:

1. Wie viel liest du normalerweise?
Je nach dem, wie schnell und viel jemand liest, werden Geschichten anders wahrgenommen. Das ist wichtig, um die Zielgruppe deines Buches einzuschätzen.

2. Was ist dein Lieblingsbuch und warum?
Anhand seines Lieblingsbuches kannst du erraten, was ihm wichtig ist und welche Art von Geschichten er mag. Hilfreich um sein Feedback besser einzusortieren. Jemand der immer und gerne Romantasy liest, wird deine Geschichte vielleicht anders empfinden, als jemand der immer Thriller liest.

3. Was sind deine Lieblingsgenres?
In seinem Lieblingsgenre wird dich dein Testleser schneller auf etwas aufmerksam machen, als jemand der zum ersten Mal z.B. ein Thriller liest.

Was braucht der Testleser von dir?

  •  Ein Manuskript. 
  • Eine Vorgabe, was du dir erhoffst und erwartest.
  • Ich habe es zum einen deutlich gemacht, in meinem Instagram-Beitrag.
  • Und zum anderen eine E-Mail geschrieben, in denen meine Erwartungen noch einmal festgehalten sind. Dadurch wollte ich jeden einzelnen die Möglichkeit geben, in sich zu gehen und zu entscheiden, ob er die nächsten Wochen Zeit und Kraft hat, mein Manuskript zu lesen und bearbeiten. 

Du solltest deine Testleser auch auf das Copyright und das Urheberschutzrecht aufmerksam machen. Dieses habe ich der E-Mail beigefügt, mit der Bitte um eine schriftliche Erklärung und Bestätigung.

  • Zu guter Letzt das Wichtigste: Liebe und Dankbarkeit für ihre Arbeit.

Wie geht es weiter?

Ich habe mein Manuskript aufgeteilt. (4 Teile a 20.000 bis 30.000 Wörter) Die Testleser bekamen die Teile nach einander zugeschickt. Für jeden Teil hatte ich max. 1 Woche vorgesehen. Wenn ich von einem Testleser die Rückmeldung erhalten hatte, bekam er den nächsten Teil. So erkennst du, wer noch dabei ist und wer aussteigen musste oder wollte. 

Wenn die Testleser ihre Arbeit erledigt haben, bist du dran. 

Natürlich gab es am Ende ein Dankeschön und die Aussicht auf die EBOOK-Version meines Romans.

Den Fragebogen, gibt es als PDF. Schreibt mich an und ich schicke ihn euch gerne.

PLOTTEN

Plotten oder nicht? Das ist die Frage. Hier scheiden sich die Autoren. Oder finden zusammen. Die entdeckenden Schreiber und die wissenden Schreiber.

Ich habe EVA zuerst mit der Schneeflockenmethode versucht aufzubauen. Was nur zäh verlief und viel Zeit gekostet hat.  Bis ich einfach anfing zu schreiben. Das hat für mich funktioniert. Ich schrieb und schrieb und schrieb. Bis ich das Ende gefunden habe. Dann habe ich meine Geschichte geplottet. 

Hier eine Übersicht wie ich meine Rohfassung bearbeitet habe: 

Text : Szene für Szene in eine Tabelle auflisten 

Szene – Ort – Zeit – Charaktere – Was passiert – Notizen

  • Überprüfung des roten Fadens
  • Konflikte und Höhepunkte markieren
  • Zeitliche Abläufe überprüfen
  • Logikfehler finden
  • Plotlöcher markieren
  • Überflüssiges streichen
  • Notizen, Veränderungen und Ergänzungen festhalten

Anhand der HELDENREISE habe ich meine  Geschichte erneut überprüft und überarbeitet. Diese stelle ich euch in einen neuen Beitrag vor. 

Einzelne Teile der Schneeflockenmethode habe ich auch genutzt. Eine Ein-Satz-Zusammenfasung sowie den vorläufigen Klappentext zum Beispiel.  

Ihr könnt eure eigene Plot-Methode zusammenstellen. Nutzt die bekannten als Inspirationsquelle. Aber lasst euch nicht einengen, euch eurer Kreativität berauben. Keine Geschichte ist wie die andere!

Nach einer gesamten Text-Überarbeitung habe ich 

Charaktersteckbriefe 

angefertigt. Jetzt erst wusste ich ja, wer in meiner Geschichte mitspielt und wer nicht. Diesen Punkt kann man natürlich auch direkt nach Erstellung der Szenen-Tabelle  legen. Ich musste meine Charaktere erst noch ein mal kennen lernen, außerdem hatte ich viel zu verändern. Jede Veränderung hatte natürlich auch Veränderungen der Charaktere zu Folge gehabt. Wenn ich schreibe, ist es als ob ich einen Film sehe, ich kenne meine Protagonisten und Antagonisten auch erst wenn sie sich mir offenbaren, beim Schreiben. Vorher theoretisch über sie nachzudenken, würde sich wie ausgedacht anfühlen.

Jetzt hatte ich einen Text in einen stabilen Grundgerüst und Charaktere dessen Inneres und Äußeres ich kenne. Die Zeit ist reif für die nächste Überarbeitung. Dazu mehr in einem neuen Beitrag

Natürlich ist das nur eine Variante wie man eine Handlung für seine Geschichte strukturieren und aufbauen kann. Und bestimmt auch nicht die letzte die ich ausprobiert habe.

Weitere Plot-Methoden die ich gefunden habe:

  • Die 3-Akt-Struktur
  • 3-9-27“-Methode
  • Die 4-Akt-Struktur
  • Die 5-Akt-Struktur 
  • Die 7-Akt-Struktur 
  • Schreiben einer Zusammenfassung.(Synopsis)
  • Die Schneeflockenmethode
  • Die Heldenreise
  • Masterplots
  • Die Freytag-Pyramide
  • Das Stufendiagramm
  • Schneller Entwurf / ohne Plotten

Der Rote Faden

Die Redewendung: DER ROTE FADEN soll von Goethes „Wahlverwandtschaften“ stammen oder aus der griechischen Mythologie. Da ist man sich nicht einig. Aber einig sind sich  Experten darin, eine Geschichte muss einen roten Faden haben.

Er hält die Geschichte zusammen. Vom Anfang bis zum Ende. Hoffen wir, er reißt nicht. 

Auf den Roten Faden fädelst du deine Geschichte. 

Einen Anfang.  Einen Mittelteil. Das Ende. 

Die Perlen bestehen aus Aktion  und Reaktion. 

Die Perlen sind deine Charaktere, die ein Ziel haben. Aus dem Grunde agiert die eine Perle und sorgt für eine Reaktion, die nächste Perle. Am Ende sollte deine Kette ein hübsches Muster haben…eins das sich durchzieht. Wie ein roter Faden. Fehlt eine Perle, doppelt sich eine, oder ist eine falsche dabei, ist das Muster durchbrochen …der rote Faden verliert sich…Drum achte auf deinen roten Faden und deine Perlen. 

In EVA ist der rote Faden ihre Zurückhaltung, ihre versuchte Anpassung an ein System, welches ihr Herz in Frage stellt. Konfrontiert mit der Rebellion, zittert manchmal der rote Faden, doch er zieht sich durch. Jahrelanges Anpassen kann man nicht einfach wie ein Kleid ablegen. Es muss mühselig hinterfragt werden und Stück für Stück bekämpft werden. Evas innerer Kampf ist der rote Faden. 

Wie sieht der rote Faden in euerer Geschichte aus?

ERGÄNZUNG / NACHTRAG

Auf Wunsch eine etwa ausführlichere Auflistung wie man den Roten Faden findet und behält.

Ich erkläre die einzelnen Schritte anhand von Harry Potter Stein der Weisen. ACHTUNG SPOILER

»Werdet euch bewusst, was ihr erzählen wollt und worauf es hinauslaufen soll.« (Wortkompass)

Wie findet man den roten Faden?Ob entdeckender Schreiber oder wissender Schreiber: um deinen roten Faden zu finden, solltest du deine Geschichte kennen.

Ein gutes Instrument ist, deine Geschichte in einen Satz zusammen zu fassen.

Er sollte nicht allzu lang sein  und den Kern der Geschichte beinhalten.  Das große Ganze mit einer persönlichen Ebene verbinden. Welcher Charakter hat am meisten zu verlieren und was möchte er gewinnen. Aus diesem Satz sollte herausgelesen werden können, ob deine Geschichte ein Actionthriller, eine Liebesstory oder eine klassische Heldenreise (oder, oder, oder) ist. (Siehe auch Schneeflocken Methode Schritt 1)Das ist der grobe rote Faden. Dein Leitbild. Die Intention deiner Geschichte. Der Grund, warum dein Charakter und alle anderen so handeln wie sie handeln.Diesen Satz hänge dir am besten auf, damit du ihn beim Schreiben nicht vergisst.

Beispiel: Ein  Junge erfährt überraschend, dass er ein Zauberer ist und muss gegen das Böse kämpfen. (Na, welche Geschichte???)

Um zu überprüfen, ob deine Geschichte den Roten Faden nicht verloren hat, musst du sie dir näher anschauen: Szene für Szene.

Auf eine Aktion folgt eine Reaktion. Der Charakter agiert und führt eine Reaktion herbei. Einen Konflikt. Der zum nächsten führt. Überprüfe jede Szene auf ihre Intention.Führen sie zum Ziel oder hat sich ein neuer Faden eingebunden…dann lösche ihn oder verändere die Szene.

Beispiel: Harry Potter lernt fliegen auf einen Besen und Quidditch spielen: Ist das wichtig? Ja, weil er braucht diese Fähigkeiten um am Ende Lord Voldemort gegenüber zu stehen. Würde Harry Potter In Fliegen versagen, hätte er im letzten Kapitel seine Aufgabe mit den Schlüsseln nicht erfüllen können. (Der Faden wäre mitten drin gerissen. Hätte Harry Potter statt dessen Talent in Zaubertrankstunde gehabt, wäre eine ganz andere Geschichte entstanden. Würde Harry Potter sich mehr über die Liebe und alles andere Gedanken machen, wäre die Geschichte ganz abgedriftet.

Habt keine Angst vor dem Roten Faden. Habt Angst davor eure Geschichte zu wenig zu kennen. Haltet euer Ziel vor Augen und lernt eure Charaktere kennen. Ein schwacher Charakter, der kaum einen Meter laufen kann, ohne einen Asthmaanfall zu bekommen, wird am Ende nicht dem Monster wegrennen können. 
Ihr merkt, um einen Roten Faden zu finden und zu behalten ist es wichtig euren Charakter zu kennen und sein Ziel. 


Daher stellt fest:

  1. Was ist das Problem des Protagonisten: Harry Potter erfährt überraschend das er ein Zauberer ist und er findet heraus, das der Zauberer der ihn einst töten wollte,  den Stein der Weisen haben will, um seine alte Macht wiederzuerlangen
  2. Was ist seine Schwäche?er hält sich nicht gerne an Regeln und ist nicht besonders fleißig
  3. Was ist seine Stärke: fliegen, treu, mutig, neugierig
  4. Was ist das Ziel eurer Geschichte: Den Stein der Weisen vor Lord Voldemort schützen, den bösen Zauberer besiegen
  5. Warum will der Charakter das Ziel erreichen: Harry fühlt sich verfolgt vom bösen Zauberer, er will Rache, er will seine Freunde beschützen, er will dass Hogwarts übersteht,…
  6. Wie wird der Charakter das Ziel erreichen: Harry findet Freunde, sie lösen das Rätsel um den Stein der Weisen, Harry erhält Fähigkeiten um den bösen Zauber zu besiegen

Das selbe könnt ihr für eure Antagonisten beantworten.

  1. Problem: Lord Voldemort ist schwach, er besitzt keinen Körper, wegen Harry Potter
  2. Schwäche: unterschätzt Harry Potter
  3. Stärke: mächtiger Zauberer, alle haben Angst vor ihm, keiner glaubt, er lebt noch
  4. Ziel: Stein der Weisen bekommen
  5. Warum: um seine alte Macht und einen Körper zu bekommen
  6. Wie: benutzt Quirrel um den Stein der Weisen zu bekommen

Könnt ihr diese Fragen beantworten, habt ihr euren roten Faden. Auf jede Aktion der Protagonisten folgt eine Reaktion des Antagonisten (oder andersherum)So spinnt ihr den roten Faden enger und enger, bis er dicht vor euch liegt.Das ist meine Variante den Roten Faden nicht zu verlieren.Und ihr?

Was willst du erzählen…

»Werdet euch bewusst, was ihr erzählen wollt und worauf es hinauslaufen soll.« (Wortkompass)

Der Rote Faden… ein wichtiges Instrument für den Geschichtenerzähler.

Ein fehlender Roter Faden – ein mir nur all zu gut bekanntes Problem. Ich schreibe gerne einfach drauf los. Dann kommen mir die besten Ideen. Doch dann nach vielen Seiten, ist es passiert. Ich habe mich verzettelt, verlaufen, vergessen was mein Ziel war.Doch diesmal… 🙂

Um meine Idee zu finden, schrieb ich einfach drauf los. Bis klar wurde, das ist SIE. Diese IDEE wird meine neue Geschichte.

Und mit dieser Idee habe ich mir die Schneeflocken-Methode (von Randy Ingermanson) genauer angeschaut. ( Im Internet findet ihr dazu viele Informationen, z.B. auf schriftsteller-werden.de.)

Schritt 1 ist eine 1-Satz-Zusammenfassung.

Schritt 1 beschreibt deine Geschichte in nur einem Satz, am besten mit weniger als 15 Wörtern.

Schritt 1 ist damit dein Roter Faden.

Es ist gar nicht so leicht…

Ein Satz, um deine große Geschichte auf den Punkt zu bringen.

Ein Satz der deinen Helden (oder Heldin) und sein Abenteuer beschreibt.

Ein Satz um deutlich zu machen, diese Geschichte ist ein Actionthriller, eine Liebesstory oder eine klassische Heldenreise (oder, oder, oder).

Ein Satz ….